Kevin Basler - Loud Is The New Loud
All Songs written by Kevin Basler
Ein gutes Jahr hat die Arbeit an dem neuen Album „LOUD IS THE NEW LOUD“ nun gedauert. Und die investierte Zeit und MĂĽhe hat sich gelohnt. Das Ergebnis ist nicht vergleichbar mit frĂĽheren Aufnahmen, ja kaum vergleichbar mit irgendwas in der deutschen Musikszene. Was anfänglich als Demo geplant war, ist zu einem vollwertigen Album geworden, hinter dem ich hundertprozentig stehe, welches musikalisch wie inhaltlich, fĂĽr mich persönlich und fĂĽr das Projekt „Kevin Basler“, neue MaĂźstäbe setzt. Es ist kein kleiner Schritt nach vorne im Vergleich zu „Writing Names in the Sand“. Es ist ein Quantensprung. Ich bin verdammt stolz auf die Platte, und auf das neue Bild von mir und meiner Musik, das sich nun darbietet. Durch das Album, aber auch da ich wohl mit dem Album gewachsen bin und mich parallel zur Musik entwickelt habe.
Neben den vielen Personen, die mir geholfen und mich unterstĂĽtzt haben, gilt mein Dank vor allem Mark Serloreti alias Weapon X, der das alles erst möglich gemacht hat. Jeden Montag traf man sich bei Weapon im Studio (weswegen das Album auch gut „the monday sessions“ hätte heiĂźen können – wurde letztendlich verworfen) und alle Songs wurden ausgearbeitet und aufgenommen in enger Zusammenarbeit. Obwohl ich noch nicht viel Erfahrung in der Richtung gemacht habe, war das fĂĽr mich kein typisches Musiker-Produzenten-Verhältnis. Er hat nicht nur die Mikros hingestellt, war nicht nur fĂĽrs Mischen zuständig. Wir haben, wie gesagt, gemeinsam die Songs entwickelt – obwohl natĂĽrlich alle Texte & Melodien von mir stammen – und deshalb denke ich, ist das genauso sein Album wie es meins ist. Da wir nicht unter Zeitdruck standen und ich sowieso nicht mit fertigen Arrangements ins Studio kam, konnten wir uns jedem Song genauestens widmen und alles aus jedem einzelnen heraus holen. Dass wir dabei auch oft ungewohnte Wege gingen, experimentierten und zu Ergebnissen kamen, die vorher nicht unbedingt geplant waren, ist gut so. Auch das Mitwirken von Bassist Florian Schwarzfischer (Teard) hat dem nur geholfen. Wir hatten keine vorgegebene Marschroute. Das lieĂź uns und den Songs die Freiheit sich zu entfalten, um am Ende die richtige Richtung einzuschlagen. Und nur durch die enge Zusammenarbeit, denke ich, konnte aus den Liedern letztendlich ein stimmiges und wirklich zufriedenstellendes Gesamtbild entstehen.
Warum der Titel? Nunja, der Sound ist nun mal laut. Laut und offensiv. Doch es ist auch ein Statement. Zu meiner derzeitigen Situation, zu der Situation, in die das Album jetzt hineingeworfen wird. Es soll Aufmerksamkeit erregen und es sucht bewusst den Erfolg. Der Titel soll den Gegensatz zur Lagerfeuer-Atmosphäre bei alten Aufnahmen herausstellen. Ein Gegensatz, der beim Hören offensichtlich wird. Es ist ein neuer Kevin Basler mit einem klareren Profil. Das Album geht wesentlich mehr nach vorne und die Songs kommen einfach besser auf den Punkt. Natürlich gibt es auch weiterhin leisere Passagen, Akustikparts, etc.. aber die Platte hat eine klare Linie. Und die soll einen anspringen, die soll einen von der ersten Sekunde an packen. Es wird nicht mehr geflüstert und es gibt auch keinen Grund dazu.
Experimentell durchaus alles. Es entspricht nicht dem, was man aus Radio und TV kennt, aber es ist auch kein krasser Gegensatz. Der Song steht immernoch klar im Vordergrund, aber es klingt erfrischend anders. Modern, aufgemotzt, trotzdem aber auch irgendwie mit einem Hauch Nostalgie immer dabei. Es braucht auf jeden Fall niemand Angst haben, aber ĂĽberraschen soll und wird es.
„LOUD IS THE NEW LOUD“. 11 Songs sind es nun also, wieder 11 Episoden aus meinem Leben, naja sagen wir 11 Episoden aus meinem Gedanken- und GefĂĽhlspool. Sie sagen das alles, was ich in der Lage war in Worte zu fassen. Keiner von den Songs ist unbedacht geschrieben worden. Meine Musik, meine Lieder – das bin ich. Deshalb vielleicht stecken in jedem Song eine Vielzahl unterschiedlichster Emotionen. Das Album ist, wie das vorherige, sehr vielseitig und vielschichtig geworden. Es sagt sehr, sehr viel, das mitunter auch mal widersprĂĽchlich erscheinen mag, aber gerade dadurch ergibt sich ein fĂĽr mich sehr realistischer Gesamteindruck. Wir schaffen hier keine allumfassende Total-Kunst, die und deren Motive jedem Vorwurf standhalten könnten. Es wird die Welt nicht verändern und darum geht’s auch nicht. Es ist eben „nur“ ein Album, 11 Songs, die zusammengehören. 48 Minuten Musik. Nicht weniger und nicht mehr als das. Ich lebe nicht nur in und nicht nur von der Kunst, aber ich tue was ich kann. Vielleicht können andere besser singen oder besser Gitarre spielen, mit denen ich mich auch automatisch messen muss. Aber was bleibt mir anderes ĂĽbrig als meine Songs zu schreiben, meine Geschichte zu erzählen? Es wäre albern zu behaupten, dass man sich nicht beeinflussen lässt bei dem, was man tut. Aber die Platte ist nicht irgendwie entstanden. Die Songs und Texte sind ehrlich, die sind authentisch, was ich dann einigen doch voraus habe. Es ist alles, was ich in der Lage war zu geben. Ich hoffe ich kann den Hörern damit etwas bieten, etwas vermitteln. Ich habe keine vorgefertigten Interpretationen, die dann bitte auch so ĂĽbernommen werden. Was andere aus meinen Songs nehmen oder in ihnen sehen, liegt nicht in meiner Hand. Aber ich hoffe es ist etwas dabei, das ihr fĂĽhlen könnt, das euch etwas gibt, das euch etwas sagt. Es ist meine Welt, die in meine Musik flieĂźt. Ich wĂĽrde mir wĂĽnschen, dass ihr euch und eure Welt darin wiederentdeckt.
